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Zuschuss zur Kinderbetreuung

Veröffentlichung: NÖDIS Nr. 6/4.4.2019 


"Unsere Dienstnehmer erhalten einen Zuschuss zu den Kosten der Kinderbetreuung. Hat der seit 1.1.2019 geltende Familienbonus Plus Auswirkungen auf die Beitragsfreiheit des Zuschusses?"

Nein. Freiwillige Zuschüsse des Dienstgebers für die Betreuung von Kindern bis höchstens € 1.000,00 pro Kind und Kalenderjahr, die der Dienstgeber allen Dienstnehmern oder bestimmten Gruppen von Dienstnehmern gewährt, bleiben weiterhin beitragsfrei. 

Für die Beitragsfreiheit müssen zusätzlich folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Dem Dienstnehmer selbst steht der Kinderabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr zu.
  • Das Kind hat zu Beginn des Kalenderjahres das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet.
  • Die Betreuung erfolgt in einer öffentlichen bzw. privaten institutionellen Kinderbetreuungseinrichtung, die den landesgesetzlichen Vorschriften entspricht, oder durch eine pädagogisch qualifizierte Person (ausgenommen haushaltszugehörige Angehörige).
  • Der Zuschuss wird direkt an die Betreuungsperson bzw. die Kinderbetreuungseinrichtung oder in Form von Gutscheinen geleistet, die nur in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen eingelöst werden können.
  • Der Dienstnehmer erklärt dem Dienstgeber unter Anführung der Versicherungsnummer oder der Kennnummer der Europäischen Krankenversicherungskarte des Kindes (Formular L35), dass die Voraussetzungen für einen Zuschuss vorliegen und er selbst von keinem anderen Dienstgeber einen Zuschuss für dieses Kind erhält. Der Dienstgeber hat diese Erklärung zum Lohnkonto zu nehmen.
  • Änderungen der Verhältnisse muss der Dienstnehmer dem Dienstgeber innerhalb eines Monates melden. Ab dem Zeitpunkt dieser Meldung hat der Dienstgeber die geänderten Verhältnisse zu berücksichtigen.  


Die Redaktion

Autorin: Mag. (FH) Karina Sandhofer/NÖGKK