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Trinkgeldpauschalen

Veröffentlichung: "dienstgeber INFO", Nr. 4/Dezember 2001


Für bestimmte Gruppen von Versicherten werden Trinkgelder pauschaliert der Beitragsberechnung zu Grunde gelegt. Dadurch erübrigt sich für den Dienstgeber die aufwändige Führung von Trinkgeldaufzeichnungen.

Konkret existieren für Kosmetiker, Fußpfleger und Masseure, für Friseure sowie im Gast-, Schank- und Beherbergungsgewerbe entsprechende Trinkgeldpauschalierungen.

Bei den seinerzeitigen Festsetzungen wurde unter anderem auf die durchschnittliche Höhe der in den betreffenden Erwerbszweigen erfahrungsgemäß zufließenden Trinkgelder, auf den Standort der Betriebe etc. Bedacht genommen.

Hinsichtlich der betragsmäßigen Höhe der Pauschalen erfolgten keine Änderungen.

Der Inhalt der jeweiligen Festsetzungen (Geltungsbereich etc.) blieb ebenfalls unverändert.

Wir veröffentlichen nachstehend jene Passagen der jeweiligen Festsetzungen, die im Zusammenhang mit dem Ausmaß der Trinkgeldpauschalierung stehen und ersuchen Sie, die Eurowerte ab 1.1.2002 bei der Beitragsabrechnung zu berücksichtigen.

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Trinkgeldpauschalierung für Friseure

  • Für Dienstnehmer, deren Beschäftigungsverhältnis für mindestens eine Woche vereinbart ist, der Betrag von EUR 58,86 (ATS 810,--) für ein Kalendermonat, wobei dieser einheitlich mit 30 Tagen anzunehmen ist;
  • für teilzeitbeschäftigte Dienstnehmer, wenn deren monatliche Arbeitszeit unter der betriebsüblichen Monatsarbeitszeit liegt, der der tatsächlichen monatlichen Arbeitszeit entsprechende aliquote, auf volle Cent gerundete Teilbetrag des unter Punkt 1 angeführten Betrages;
  • für tageweise Vollbeschäftigte sowie als ständige Wochenendaushilfen tätige Dienstnehmer der Betrag von EUR 2,91 (ATS 40,--) für jeden Arbeitstag;
  • für tageweise Teilzeitbeschäftigte und als ständige Wochenendaushilfen teilzeitbeschäftigte Dienstnehmer der der tatsächlichen Arbeitszeit entsprechende aliquote, auf volle Cent gerundete Teilbetrag des unter Punkt 3 angeführten Betrages;
  • für Lehrlinge der Betrag von EUR 19,62 (ATS 270,--) für den Kalendermonat.

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Trinkgeldpauschalierung für das Gast-, Schank- und Beherbergungsgewerbe

Für die unter Punkt I (Anm. d. Red.: beinhaltet den Geltungsbereich) genannten Dienstnehmer werden die in ihrer Beschäftigung erzielten Trinkgelder gemäß § 44 Abs. 3 ASVG der Bemessung der Beiträge pauschaliert zu Grunde gelegt.

Dies gilt sowohl für Dienstnehmer, deren Beschäftigungsverhältnis für mindestens eine Woche oder auf unbestimmte Zeit vereinbart ist, als auch für ständige Kurzarbeiter und ebenso für aushilfsweise Beschäftigte (Teilzeitbeschäftigte) im Sinne des jeweils geltenden Kollektivvertrages. Die pauschale Trinkgeldfestsetzung gilt in folgender Höhe:

  • Für Garantielöhner im Portierdienst und für das Servicepersonal mit Inkasso EUR 29,07 (ATS 400,--) für den Kalendermonat, wobei dieser einheitlich mit 30 Tagen anzunehmen ist.
  • Für die übrigen Garantielöhner, insbesondere Zimmermädchen (Stubenmädchen) und für das Servicepersonal ohne Inkassotätigkeit, EUR 14,53 (ATS 200,--) für den Kalendermonat, wobei dieser einheitlich mit 30 Tagen anzunehmen ist.
  • Für nur an einzelnen Tagen beschäftigte Dienstnehmer (regelmäßig oder fallweise, aushilfsweise Beschäftigte) wird pro Arbeitstag ohne Rücksicht auf die Zahl der Arbeitsstunden ein Betrag von EUR 1,45 (ATS 20,--) bzw. EUR 0,73 (ATS 10,--) unter sinngemäßer Anwendung der Z. 1 und 2 festgesetzt.

Maßgeblich ist jeweils die tatsächlich ausgeübte Beschäftigung. 

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Trinkgeldpauschalierung für Kosmetiker, Fußpfleger und Masseure

  • Für Dienstnehmer, deren Beschäftigungsverhältnis für mindestens eine Woche vereinbart ist, sind pauschal pro Kalendermonat EUR 56,68 (ATS 780,--) als Trinkgeld anzunehmen. Der Kalendermonat ist einheitlich mit 30 Tagen anzunehmen.
  • Für teilzeitbeschäftigte Dienstnehmer, deren monatliche Arbeitszeit unter der betriebsüblichen Monatsarbeitszeit liegt, ist der der tatsächlichen monatlichen Arbeitszeit entsprechende Teil des Betrages in Abs. 1 anzunehmen. Der Betrag ist auf volle Cent zu runden.
  • Für Dienstnehmer
    • die tageweise vollbeschäftigt sind oder
    • als ständige Wochenendaushilfen teilzeitbeschäftigt sind,

         sind EUR 2,54 (ATS 35,--) für jeden Arbeitstag anzunehmen.

  • Für Dienstnehmer, die
    • tageweise teilzeitbeschäftigt sind oder
    • als ständige Wochenendaushilfen teilzeitbeschäftigt sind,

ist der der tatsächlichen täglichen Arbeitszeit entsprechende Teil des unter Abs. 3 genannten Betrages anzunehmen. Der Betrag ist  auf volle Cent zu runden.

  • Für Lehrlinge sind EUR 17,44 (ATS 240,--) pro Kalendermonat anzunehmen.


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Achtung: Verwenden Sie die Trinkgeldpauschale für das Gast-, Schank- und Beherbergungsgewerbe nicht, sind entsprechende Trinkgeldaufzeichnungen für jeden einzelnen Ihrer Arbeitnehmer zu führen.