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Veränderliche Werte - Beträge und Grenzwerte ab 1.1.2001

Veröffentlichung: "dienstgeber INFO", Nr. 4/Dezember 2000


Mit Beginn des Beitragszeitraumes Jänner 2001 werden hinsichtlich des Ausmaßes der veränderlichen Werte und einiger fester Beträge aus dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz Änderungen wirksam.

Für die Sozialversicherung sind viele in Schilling ausgedrückte Beträge und Grenzwerte relevant. Damit diese Beträge ihren aktuellen Charakter beibehalten, müssen sie laufend dem veränderten Wert des Geldes angepasst werden.

Im Bereich des Melde-, Versicherungs- und Beitragswesens erfolgt die Anpassung der festen Beträge - wie z. B. der Geringfügigkeitsgrenze - durch Multiplikation der "alten" Beträge mit der sogenannten Aufwertungszahl. Anschließend wird kaufmännisch gerundet.

Die Aufwertungszahl für das Kalenderjahr 2001 beträgt 1,025.

Infolge der jährlichen Anpassung gelten daher ab dem Beitragszeitraum Jänner 2001 die folgenden (Grenz)Beträge:

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Geringfügigkeitsgrenze

Ein Beschäftigungsverhältnis gilt im Kalenderjahr 2001 dann als geringfügig, wenn höchstens folgendes laufendes Entgelt gebührt oder ausbezahlt wird:

  • Das Beschäftigungsverhältnis wird für eine kürzere Zeit als einen Kalendermonat vereinbart:
  • Je Arbeitstag im Durchschnitt höchstens S 313,--, insgesamt jedoch höchstens S 4.076,--.
  • Das Beschäftigungsverhältnis wird für mindestens einen Kalendermonat oder auf unbestimmte Zeit vereinbart:
  • Im Kalendermonat höchstens S 4.076,--.
  • Geringfügigkeitsgrenze bei Vorliegen einer fallweisen (tageweisen) Beschäftigung: Im Kalendermonat pro Arbeitstag höchstens S 313,--, insgesamt jedoch höchstens S 4.076,--


Hinweis:

Eine generelle Übergangsbestimmung sichert den Fortbestand der Pflichtversicherung für Personen, die bisher der Vollversicherung unterlagen und auf Grund der jährlichen Anpassung der Geringfügigkeitsgrenze nunmehr davon ausgenommen wären. Der Versicherte hat in einem solchen Fall die Möglichkeit, das Ausscheiden aus der Vollversicherung bis zum 30.6.2001 bei der Kasse beantragen. Sofern ein derartiger Antrag einlangt, würde sodann lediglich eine Teilversicherung in der Unfallversicherung eintreten.

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Pflichtversicherte ohne Entgelt - Beitragsgrundlage

Für Versicherte, die kein Entgelt oder keine Bezüge erhalten, dazu gehören z. B. die im nicht land(forst)wirtschaftlichen Betrieb der Eltern ohne Entgelt regelmäßig beschäftigten Kinder, die das 17. Lebensjahr vollendet haben und keiner anderen Erwerbstätigkeit hauptberuflich nachgehen, ist als fixe Beitragsgrundlage ein täglicher Arbeitsverdienst anzunehmen.

Als täglicher Arbeitsverdienst kommt im Jahr 2001 ein Betrag von S 256,-- in Betracht. Daraus ergibt sich eine monatliche Beitragsgrundlage von S 7.680,--.

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Höchstbeitragsgrundlage

Die Höchstbeitragsgrundlage beträgt ab 1.1.2001 für alle Versicherungszweige einschließlich der Fonds S 1.480,-- kalendertäglich bzw. S 44.400,-- monatlich.

Durch die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage tritt auch eine Änderung des jährlichen Höchstbetrages für die Beitragspflicht von Sonderzahlungen ein. Beitragspflichtig sind daher die im Kalenderjahr 2001 fälligen Sonderzahlungen (Weihnachtsremuneration, Urlaubszuschuss, etc.) bis zu einem Höchstbetrag von S 88.800,--.

Die Höchstbeitragsgrundlage für "freie Dienstnehmer" (pflichtversichert in der KV, UV, PV) beträgt ab 1.1.2001

  • wenn keine Sonderzahlungen bezogen werden, S 51.800,-- pro Kalendermonat,
  • wenn Sonderzahlungen ausbezahlt werden, S 44.400,-- pro Kalendermonat und für die Sonderzahlungen S 88.800,-- pro Kalenderjahr.


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Achtung: Von den Sonderzahlungen sind keine Umlagen (KU, LK) und kein Wohnbauförderungsbeitrag zu entrichten!

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Geringfügig Beschäftigte - Abrechnung für 2000

Die Abrechnung des UV-Beitrages bzw. des pauschalierten Dienstgeberbeitrages für die im Jahr 2000 zur Versicherung gemeldeten geringfügig Beschäftigten ist im Selbstabrechnerbereich mit der Beitragsnachweisung für Dezember 2000 (Verrechnungsgruppe N62) vorzunehmen. Im Beitragsvorschreibebereich erfolgt dies durch die Kasse.

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Pauschalierter Dienstgeberbeitrag

Dieser ist für das Jahr 2000 dann zu entrichten, wenn die monatliche Lohnsumme (ohne Sonderzahlungen) der bei einem Dienstgeber tätigen geringfügig Beschäftigten das 1,5fache der im Jahr 2000 geltenden monatlichen Geringfügigkeitsgrenze von S 3.977,--, demzufolge S 5.966,--, übersteigt.

Der Pauschalbeitrag beträgt 17,8 % (KV: 3,85 %, UV: 1,4 %, PV: 12,55 %) von der monatlichen Summe der Entgelte aller geringfügig Beschäftigten (einschließlich der im jeweiligen Monat gebührenden bzw. zur Auszahlung gelangten Sonderzahlung). Der Grenzbetrag für den pauschalierten Dienstgeberbeitrag erhöht sich per 1.1.2001 wegen der neuen Geringfügigkeitsgrenze auf S 6.114,--. 

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Verzugszinsensatz ab 1.1.2001

Nach § 59 Abs. 1 ASVG berechnet sich der jeweils für ein Kalenderjahr geltende Hundertsatz für Verzugszinsen aus der jeweiligen von der Österreichischen Nationalbank verlautbarten Sekundärmarktrendite für Bundesanleihen im Oktober des dem Kalenderjahr vorangegangenen Jahres zuzüglich drei Prozentpunkten.

Die Sekundärmarktrendite für Bundesanleihen hat im Oktober 2000 5,4 v.H. betragen.

Für rückständige Beiträge sind daher ab 1. Jänner 2001 Verzugszinsen im Ausmaß von 8,4 v.H. in Rechnung zu stellen.