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Höherer Malus durch neue Berechnung

Veröffentlichung: "dienstgeber INFO", Nr. 2/Juli 2003


Gleichbehandlung von Frau und Mann bei der Bemessung des Malus und stärkere Beachtung der Betriebszugehörigkeit bei der Ermittlung der Malushöhe: Mit dem Budgetbegleitsystem 2003 wurde auch die Malus-Berechnung entsprechend reformiert.

Wird das Dienstverhältnis einer Person, die zum Beendigungszeitpunkt das 50. Lebensjahr vollendet oder überschritten hat und die bereits 10 Jahre im Betrieb gearbeitet hat, unter bestimmten Voraussetzungen aufgelöst, so hat der Dienstgeber einen einmaligen Malusbetrag zu entrichten. Daran ändert sich auch durch das Budgetbegleitgesetz nichts. Neu ist allerdings die Berechnung dieses speziellen Arbeitslosenversicherungsbeitrages.

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Trennung von älteren Arbeitnehmern kann teuer werden 

Anders als bisher ist die Höhe des Malusbetrages nicht mehr von der für Männer und Frauen unterschiedlichen Altersgrenze der vorzeitigen Alterspension bei langer Versicherungsdauer abhängig. Vielmehr steigt der Malusbetrag bis zur Vollendung des 56. Lebensjahres sukzessive an. Ab dem 56. Lebensjahr kommt es zu einer Verminderung des Prozentausmaßes für den Malus. Darüber hinaus spielt die Dauer der Betriebszugehörigkeit eine größere Rolle.

Die neue Berechnungsvariante ist auf alle Dienstverhältnisse, die nach dem 31.12.2003 aufgelöst werden, anzuwenden. Die Voraussetzungen für den Malus müssen allerdings vorliegen.

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Neue Berechnungsweise ab 1.1.2014

Ab Vollendung des 50. Lebensjahres beträgt der Beitrag 20 % der letzten vollen Beitragsgrundlage (zuzüglich der anteiligen Sonderzahlungen) des gelösten Dienstverhältnisses.

Der Malusbetrag erhöht sich mit jedem weiteren vollendeten Vierteljahr um jeweils 15 % bis zum Höchstausmaß von 260 %. Ab Vollendung des 56. Lebensjahres vermindern sich diese 260 % aber mit jedem weiteren vollendeten Vierteljahr um jeweils 15 % bis auf ein Mindestausmaß von 80 % der Beitragsgrundlage.
Der so errechnete Betrag erhöht sich bei einer Dauer des Dienstverhältnisses von mehr als 10 Jahren (= Voraussetzung für den Malus) für jedes weitere vollendete Jahr um jeweils 2 %, höchstens jedoch um 30 %.

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Ein Lebensjahr ist laut Verwaltungsgerichtshof immer mit dem Ablauf des dem Geburtstag vorangegangenen Tages vollendet.


Hinweis: Da der letzte Punkt der Berechnungsweise verschiedene Auslegungen zu ließ, erfolgte zur Sicherstellung einer einheitlichen Berechnung eine ergänzende Besprechung mit dem zuständigen Bundesministerium. Das Ergebnis können Sie unter folgendem Link nachlesen:

Berechnung des Malusbetrages - einheitliche Interpretation