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Beiträge ändern sich 2004

Veröffentlichung: "dienstgeber INFO", Nr. 2/Juli 2003


Im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2003 wurden die Krankenversicherungsbeiträge der dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) unterliegenden unselbstständig Erwerbstätigen harmonisiert. Dieser erste Schritt dient der Absicht des Gesetzgebers, die Beitragssätze zu vereinheitlichen. Aber auch in der Unfall- und Arbeitslosenversicherung sowie beim IESG-Zuschlag gibt es einige Neuerungen. Alle Änderungen treten übrigens per 1.1.2004 in Kraft.

Weitere Infos dazu können Sie hier nachlesen:

Budgetbegleitgesetz 2003

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Harmonisierung der Krankenversicherungsbeiträge

Der Krankenversicherungsbeitrag für sämtliche nach dem ASVG pflichtversicherten Arbeiter, Angestellten und Lehrlinge beträgt ab 1.1.2004 insgesamt einheitlich 7,40 % (inklusive 0,50%igem Zusatzbeitrag, neuem 0,10%igen Ergänzungsbeitrag für Privatunfälle und dem von den Angestellten zu leistenden 0,10%igen Ergänzungsbeitrag).

Lediglich bei den freien Dienstnehmern ist eine Ausnahme vorgesehen. Da diese Versicherten keinen Anspruch auf Krankengeld haben, wird sich ihr Gesamtbeitragssatz nicht auf 7,40 % sondern auf 7 % belaufen (incl. 0,50 % Zusatzbeitrag und 0,10 % Ergänzungsbeitrag für Privatunfälle).

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Unfallversicherung

Der Unfallversicherungsbeitrag (UV-Beitrag) entfällt ab 1.1.2004 für alle Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben.

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Arbeitslosenversicherung

Für Frauen, die das 56. Lebensjahr und für Männer, die das 58. Lebensjahr vollendet haben, entfällt ab dem Beginn des darauf folgenden Kalendermonates der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung zur Gänze. Diese Personen bleiben aber trotzdem arbeitslosenversichert! Die Beiträge werden aus Mitteln der Arbeitsmarktpolitik getragen. Der IESG-Zuschlag ist jedoch weiterhin zu entrichten.

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IESG-Zuschlag

Kein Zuschlag nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz ist für Personen zu entrichten, die das 60. Lebensjahr vollendet haben (ab Beginn des darauf folgenden Kalendermonates).

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Ergänzungsbeitrag für Privatunfälle

Die Zahl der Privatunfälle stieg in den letzten Jahren stetig an. Auf diese Entwicklung wurde jetzt dadurch reagiert, dass ab 1.1.2004 ein sogenannter "Ergänzungsbeitrag zur Finanzierung unfallbedingter Leistungen der Krankenversicherung" zu entrichten ist.

Dieser neue 0,10%ige Beitrag ist von allen in der Krankenversicherung pflichtversicherten Erwerbstätigen, Pensionisten, Übergangsgeldbeziehern und freiwilligen Versicherten (Ausnahme: Selbstversicherte nach § 19a ASVG) zu leisten. Die Rechtsvorschriften über die Einhebung und Abfuhr der Krankenversicherungsbeiträge sind auch auf den neuen Ergänzungsbeitrag anzuwenden. Für die Dienstgeber bedeutet dies, dass dieser Beitrag von den Versicherten einzuheben und entsprechend abzurechnen ist.

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Beitragsgruppen

Auf Grund all dieser Änderungen wird eine Anpassung der Beitragsgruppen notwendig. Es wird bereits an einer entsprechenden Adaptierung des Beitragsgruppenschemas gearbeitet.