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Anmeldung vor Arbeitsantritt kommt 2008!

Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 6/Juni 2007

Wie Sie die neuen Meldebestimmungen am besten umsetzen


Erklärte Zielsetzung der Anmeldung vor Arbeitsantritt ist die Bekämpfung der Schwarzarbeit. Auf dieses im Regierungsprogramm enthaltene Vorhaben einigten sich vor kurzem auch die Sozialpartner. Nach einem (noch laufenden) "Feldversuch“ im Burgenland wurde nunmehr die Einführung der Anmeldung Neu im Nationalrat beschlossen. Und zwar für alle Bundesländer ab 2008.

Sehen wir uns gemeinsam an, welche Möglichkeiten der Meldungsdurchführung es ab 2008 gibt:

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1) Sie schicken eine Doppelmeldung

Sie können die Anmeldung in zwei Schritten vornehmen, indem Sie zwei gesonderte Meldungen erstatten. Und zwar eine Avisomeldung (mit Mindestangaben) vor Arbeitsantritt und eine Vollmeldung mit allen Daten innerhalb von sieben Tagen ab Beschäftigungsbeginn. Die Avisomeldung muss die Dienst­geberkontonummer, den Namen des Versicherten, seine Versicherungsnummer, sein Geburtsdatum sowie Ort und Tag der Beschäftigungsaufnahme enthalten.

Vorteil:

  • Wenn Sie trotz des Aufnahmegespräches vor Arbeitsantritt noch nicht alle Daten zur Hand haben, genügt es vorerst, eine Avisomeldung zu schicken.


Nachteile:

  • Sie müssen einen größeren Verwaltungsaufwand in Kauf nehmen.
  • Sie müssen einen Sachverhalt (Anmeldung eines neuen Mitarbeiters) zweimal bearbeiten.
  • Sie haben zwei Meldetermine zu beachten.
  • Sie müssen exakt kontrollieren, ob die Daten der Vollmeldung identisch mit jenen der Avisomeldung sind.
  • Ist dies nicht der Fall bzw. wird dies übersehen, sind nachträglich aufwändige Korrekturen und Berichtigungen der Meldungen notwendig.

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2) Sie schicken die Vollmeldung bereits vor Arbeitsbeginn

In diesem Fall müssen Sie wie bisher nur eine Meldung vorlegen.

Vorteile:

  • Sie ersparen sich die Avisomeldung und den damit verbundenen zusätzlichen Aufwand.
  • Das Anmeldeverfahren kann in einem Arbeitsgang abgewickelt und erledigt werden.
  • Sie müssen keine etwaigen Differenzen zwischen Aviso- und Vollmeldungen abgleichen.
  • Die Erfahrungen im Burgenland zeigen, dass fast alle Dienstgeber auf die Avisomeldung verzichten und bereits vor Arbeitsantritt die Vollmeldung schicken. Über 96 % der burgenländischen Betriebe entschieden sich 2006 für das einstufige Meldeverfahren!


Nachteil:

  • Sie benötigen unter Umständen früher als bisher die notwendigen Informationen über Ihre neuen Mitarbeiter (dies ist allerdings auch bei Avisomeldungen der Fall!).


Wir empfehlen jedenfalls die Vollmeldung vor Arbeitsantritt. Diese ist aus unserer Sicht die effizienteste und ökonomischste Variante, um die künftigen gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, Ihre Meldungen per ELDA (Elektronischer Datenaustausch mit den österreichischen Sozialversicherungsträgern) schnell und sicher zu übermitteln.

Über das Thema Anmeldung "Neu“ werden wir Sie selbstverständlich weiter informieren!